TuS 1896 Sachsenhausen - TSV Chemie Premnitz 2 : 2  ( 1 : 0 )

TSV Chemie Premnitz: Franke,Sebastian - Baetz,Matthias; Kather,Andre (ab 69. Briese,Dirk); Ohle,Christian; Schmeling,Steven - Kersten,Rene; Lucke,Steve - Albrecht,Patrick (ab 29. Liebner,Marcel); Berner,Jan; Löbel,Oliver (ab 60. Ecke,Stefan); Wienmeister,Sven

Tore: 1:0 Schulz,Ronny (38.); 1:1 Lucke,Steve (47.); 2:1 Brösicke,Silvio (59.); 2:2 Löbel,Oliver (85.)

Zuschauer: 162

Schiedsrichter: Andreas Stolz (Pritzwalk)

Gelbe Karten: - / -

Rote Karten: - / Baetz,Matthias (78. Minute); Briese,Dirk (78. Minute)

Am Samstag mußte der TSV Chemie Premnitz bei TuS Sachsenhausen antreten. Nach der Niederlage vom letzten Samstag gegen Schwedt wollte man zumindest einen Teilerfolg landen. Premnitz begann das Spiel kontroliert. Beiden Mannschaften war der Respekt voreinander anzumerken. Ein erstes Achtungszeichen setzten die Gastgeber. In der zehnten Minute mußte Torwart Franke gleich zweimakl auf der Hut sein. Erst vereitelte er eine Schuß von Brösicke und dann blieb er gegen Beutler Sieger als dieser allein auf Ihn zulief. In der Folgezeit wurde die Partie immer ruppiger. Angetrieben vom Publikum versuchten die Gastgeber mit einer sehr rauen Gangart den Premnitzer den Schneid abzukaufen. Leider war der sehr junge Unparteiische mit diesem sehr kampfbetonten schon zu diesem frühen Zeitpunkt absolut überfordert. Premnitz bekam das Spiel immer besser in den Griff, aber wie schon in der Vorwoche scheiterte man erneut an der mangelnden Chancenverwertung. In der 21. min. hätte nach einem schönen Schuß von Patrick Albrecht, den der Torwart aus dem Winkel holte, erst Andrè Kather und dann Renè Kersten die Führung für Premnitz erzielen müssen. Für Patrick Albrecht wird es für lange Zeit die letzte Aktion im Dress des TSV gewesen sein. Nach einem bösen Foul an der Mittelinie, für das der Schiedsrichter nicht einmal eine Ermahnung überhatte, mußte Albrecht ins Oranienburger Krankenhaus eingeliefert werden. Die Diagnose stellte sich als verherend heraus. Bruch des Sprunggelenks sowie Bänderabrisse werden Patrick Albrecht lange ans Krankenbett fesseln. Für Albrecht kam der junge Marcel Liebner ins Spiel und der hatte sofort eine sogenannte hundertprozentige vor den Füßen. Nachdem Kersten nach schönem Solo nur den Pfosten traf brachte Liebner den Abpraller nicht im Gehäuse unter. So kam es wie es kommen mußte, nach einem Eckball für TuS erzielte Schulz per Kopf das 1 : 0 für Sachsenhausen. Im direkten Gegenzug verweigerte der Schiedsrichter dem TSV nach einem klaren Foul an Oliver Löbel einen Strafstoß. Stattdessen erkannte er auf Schwalbe und verwarnte Löbel. Trotzdem hätte der TSV noch vor der Pause den Ausgleich erzielen müssen. Renè Kersten setzte Andrè Kather sehr schön in Szene und brachte diesen in eine hervorragende Einschußposition aber auch diese hundertprozentige Möglichkeit blieb ungenutzt so daß man aus Premnitzer Sicht auf die zweite Hälfte hoffen musste. Diese begann dann mit einem Paukenschlag. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Liebner einen Eckbal flach in den Strafraum Sven Wienmeister ließ den Ball mit einer Täuschung durch die Beine passieren, Kapitän Steve Lucke zog sofort von der Strafraumgrenze ab und es hieß 1 : 1. Chemie bestimmte das Spiel Phasenweise konnte aber trotz des Tores sich spielerisch nicht entscheidend in Szene setzen. Die Gastgeber dagegen lebten vor allem vom Kampf. Die Freude über den Ausgleich wehrte so nicht lange. Wiederholt zeigte die Premnitzer Hintermannschaft bei hohen Bällen enorme Schwächen, wieder war es ein Kopfball der in der 58. min.durch Brösicke der zur erneuten TuS- Führung führte. Nun wurde das Spiel immer hecktischer. Sachsenhausen versuchte natürlich den knappen Vorsprung mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln über die Zeit zu bringen. Kersten hatte in der 68. min. mit seinem zweiten Pfostenschuß erneut Pech. Leider hatten einige TSV Spieler in der aufgeheizten Atmosphäre ihre Nerven nicht im Griff. Nach einer klaren Tätlichkeit gegen Baetz, die der Schiedsrichter nicht gesehen haben wollte, revanchierte sich Baetz und sah die Rote Karte mit ihm mußte auch der gerade zuvor für Kather eingewechselte Briese das Feld verlassen, auch er hatte seine Nerven nicht im Griff. So mußte der TSV Chemie die letzten 20 Minuten mit nur neun Spielern auskommen. Plötzlich erwachte der Premnitzer Kampfgeist. Mit großer Moral stemmte sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage. Chemie bestimmte deutlich das Spiel und hatte mehr mals den Ausgleich auf vor den Füßen. In der 85. Minute war es dann Sven Wienmeister der mit einem tollen Distanzschuß zum Ausgleich traf. Am Ende blieb es beim Remis, daß der TSV Chemie teuer bezahlen mußte. An dieser Stelle wünschen Tariner und Mannschaft dem verletzten Patrick Albrecht eine schnelle Genesung und hoffen das er bald wieder zur Mannschaft stoßen wird.