MSV 19 Rüdersdorf - TSV Chemie Premnitz 3 : 4  ( 1 : 3 )

TSV Chemie Premnitz: Franke,Sebastian - Kather,Andre; Liebner,Marcel (ab 80. Ecke,Stefan); Ohle,Christian; Schmeling,Steven - Kersten,Rene; Lucke,Steve - Berner,Jan; Henke,Ronny; Rades,Robert (ab 39. Löbel,Oliver); Wienmeister,Sven

Tore: 1:0 Wendzinski,Rene (10.); 1:1 Lucke,Steve (17.); 1:2 Kersten,Rene (36.); 1:3 Rades,Robert (40.); 1:4 Kather,Andre (60.); 2:4 Warzecha,Mario (73.); 3:4 Beuster,Dennis (85.)

Zuschauer: 252

Schiedsrichter: Enrico Telcke (Schwedt)

Gelbe Karten: - / -

Am Samstag mußte der TSV Chemie Premnitz beim überrraschend starken Aufsteiger MSV Rüdersdorf antreten. Vor 250 Zuschauern entwickelte sich eine packende Landesligspartie. Nach einer kurzen Phase des Abtastens zeigten die Gastgeber warum man vor der Partie auf dem zweiten Tabellenplatz stand. Der MSV spielte sehr variabel und versuchte mit hohen Tempo den TSV in Verlegenheit zu bringen. Bereits nach 4 Minuten hatten beide Mannschaften die Chance in Führung zu gehen. Erst verhinderte Sebastian Franke im nachfassen das 1 : 0 und im dirkten Gegenzug konnte der MSV -Schlußmann einen Liebnerschuß nach Vorarbeit von Andrè Kather zur Ecke abwehren. Nur wenig später war es erneut Marcel Liebner der den Premnitzer Führungstreffer auf den Fuß hatte. In der 10. Minute der Führungstreffer für den MSV Rüdersdorf. Nach einem unnötigen Ballverlust von Robert Rades im Mittelfeld ging es Blitz schnell. Nach einer Flanke von halblinks S stand Ronny Henke zuweit vom Gegner weg und Wencinzkie vollendete direkt zum 1 :0. Chemie zeigte sich wenig beeindruckt. Obwohl der MSV nun wie entfesselt das Tor des TSV berannte ließ der TSV keine nenneswerten Chancen zu. Im Gegenteil, nach einer Ecke von Henke stieg Kapitän Lucke am höchsten und traf per Kopf zum Ausgleich. Rüdersdorf steckte das Gegentor gut weg und hätte nur zwei Minuten später durch Torjäger Warzechea erneut in Führung gehen müssen. Er tauchte urplötzlich vor dem Tor des TSV auf und hatte eigentlich alle Zeit der Welt die Flanke anzunehmen. Er entschloß sich den Ball direkt zu nehmen und traf dabei den Ball nicht voll. In der Folgezeit schenkten sich beide Mannschaften nichts und zeigten stellenweise sehr guten Angriffsfußball. Premnitz war bei den Gegenstößen zu jeder Zeit brand gefährlich. Nach 26 Minuten mußte der MSV Torwart sich bei einem Kerstenschuß mächtig strecken. Zehn Minuten später war er dann aber machtlos. Kersten erkämpfte sich an der Mittelinie den Ball und gab ihn dann in Richtung Tor nicht wieder ab und traf zum 1 : 2. Diesmal zeigte sich der MSV beeindruckt und verlor den Faden. Nur drei Minuten später war der junge Robert Rades erfolgreich. Er stand nach Henke - Eckball am kurzen Pfosten völlig frei und traf zum 1 : 3 Pausenstand. Unmittelbar nach dem 1 : 3 kam Oliver Löbel für den Torschützen Rades ins Spiel. Die Einwechslung sollte sich bezahlt machen, wirkte die Abwehr im weitern Spielverlauf stabiler als noch zu Spielbeginn. Die zweite Halbzeit begann mit der erwarteten Drangperiode des MSV Rüdersdorf. Die Gastgeber zogen das Tempo sofort an und schnürten den TSV am eigenen Stafraum ein. So ansehnlich das Offensivspiel der Rüdresdorfer auch war, im Defensivbereich zeigte man deutliche Defizite. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Christian Ohle aus Abseitsposition ins Tor des MSV. Dann zog Kersten auf und davon und scheiterte erst am Torwart. Im Gegenzug Glück für die Chemiker als Warzecha mit einem mächtigen Schuß den Pfosten des TSV-Gehäuses traf. Premnitz überstand die Drangperiode unbeschadet und konnte in der 65. Minute selbst für eine Vorentscheidung sorgen. Einen Freistoß von Sven Wienmeister, der erneut eine Klassepartie ablieferte, verlängerte Liebner auf den langen Pfosten wo Kather goldrichtig stand und den Ball zum 1 : 4 in das Tor des MSV beförderte. Die Einstellung der Gastgeber war absolut lobenswert. Wer dachte das sie sich auf Grund des klaren Rückstandes aufgeben würden sollte sich getäuscht haben. Immer wieder berannten sie das Premnitzer Tor und wurde dann auch belohnt. In der 75. Minute war man sich in der Premnitzer Hintermannschaft nicht einig und Warzeche bedankte sich mit dem Tor zum 2 : 4. Das war dann die Initialzündung für die Gastgeber mit einem Endspurt dem Spiel vielleicht doch noch eine Wende zu geben. Der TSV dagegen stemmte sich mit Macht gegen die Daueroffensive und war bei den nun sporadischen Kontern aber immer noch gefährlich. Oft war Andrè Kather als einzige verbliebene Spitze nur durch Foulspiel vom Ball zu trennen. Der MSV ging nun volles Risiko und als Boister in der 85. Minute mit einem Sonntagsschuß in den winkel das 3 : 4 erzielte schien das Spiel zu kippen. Am Ende brachte der TSV das wertvolle Resultat über die Zeit. Insgesamt war der Gast aus der Havelstadt die etwas routeniertere Mannschaft, die gegen einen sehr spielstarken Gegner nur selten den Kopf verlor und mit drei wichtigen Auswärtspunkten im Gepäck die Heimreise antrat.

 

Peter Kaiser