FSV Blau-Weiß Wriezen - TSV Chemie Premnitz 1 : 1  ( 1 : 0 )

TSV Chemie Premnitz: Selle,Björn - Baetz,Matthias; Fingerhut,Jens; Jurk,Alexander (ab 55. Hoffmann,Nico); Kather,Andre; Liebner,Marcel (ab 50. Briese,Dirk); Ohle,Christian - Kersten,Rene - Henke,Ronny (ab 82. Krüger,Thomas); Löbel,Oliver; Rades,Robert

Tore: 1:0 Galle,Mirko (12.); 1:1 Ohle,Christian (72.)

Zuschauer: 100

Schiedsrichter: Steffen Hauk (Neuruppin)

Gelbe Karten: - / -

Gelb-Rote Karte: Bracht,Torsten (66. Minute) / -

Unter keinem guten Vorzeichen stand für den TSV das Landesligaspiel beim FSV Blau Weiß Wriezen.Premnitz hatte mit argen Besetzungsproblemen zu kämpfen. Neben den langzeitverletzten Wienmeister, Albrecht und Köhler, mußten außerdem Schmeling , Lucke, Ecke und Berner ersetzt werden.So hatten die Gäste aus Premnitz enorme Probleme ins Spiel zu finden. Die Platzherren begannen druckvoll und gingen in der 11. min. durch Mirko Galle in Führung. Vorrausgegangen war ein Freistoß aus halbrechter Position der hoch in den Premnitzer Strafraum geschlagen wurde. Galle, er stützte sich klar bei Löbel auf, stieg am höchsten und ließ Torwart Selle, der kurz zuvor einen Schuß aus Nahdistanz mit einem tollen Reflex abwehren konnte, keine Chance. Chemie tat sich auch in der Folgzeit schwer. Die Spitzen Kather und Kersten hingen in der Luft und hatten kaum Unterstützung aus dem Mittelfeld. Die Premnitzer Abwehr dagegen stand zumeist viel zu weit weg vom Gegner, der so sein Spiel immer wieder in aller Ruhe aufbauen konnte. Erst mitte der ersten Halbzeit änderte sich das Bild. Als Kersten seinen Sturmpartner Kather mit einen Paß in den Rücken der Wriezener- Abwehr auf die Reise schickte, hatten die mitgereisten Premnitzer Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen. Kather scheiterte am besten Wriezener Spieler Torwart Kovancki, der dem Premnitzer den Ball im direkten Duell abkaufte.Chemie spielte von nun an gut mit und hätte kurz vor der Pause durch Kersten den Ausgleich erzielen müssen. Kersten, von Henke in Szene gesetzt, kam frei vor dem Tor zum Schuß und scheiterte ebenfalls am großartig reagierenden Wriezener Schlußmann. So blieb es zur Pause bei der knappen 1 : 0 Führung des FSV Blau Weiß.Nach der Pause bestimmten die Havelländer das Spiel deutlich. Libero Baetz schaltete sich immer öfter in die Premnitzer Angriffsbemühungen mit ein, was den Chemikern ein deutliches Übergewicht einbrachte. Die Hausherren kamen mächtig unter Druck und wurden merklich nervöser. Die Spielweise des FSV Blau Weiß Wriezen wurde härter. So mußte der bis dahin gut aufgelegte Alexander Jurk nach einem Schlag auf die Nase den Platz verlassen. Für ihn kam der junge Nico Hoffmann zu seinem Landesligadebut. Mit den Entscheidungenden des Unparteiischen waren die Wriezener immer weniger einverstanden. So erwies Spielführer Bracht seiner Mannschaft einen Bärendienst als er bei eigenen Ballbesitz sich zu einigen deftigen Sprüchen in Richtung Schiedsrichter hinreißen ließ. Bereits mit Gelb verwarnt, ebenfalls wegen zu heftigen Reklamierens, war das Spiel nach gut einer Stunde Spielzeit für ihn beendet. Zuvor scheiterte Kather erneut an Kovancki im Tor des FSV. Premnitz berannte weiter munter das gegnerische Tor. Es dauerte bis zur 72. min, dann konnte man beim TSV aufatmen. Ohle legte sich den Ball, nach einem Foul an Kather, an der Strafraumgrenze zum Freistoß zurecht und verwandelte zum hochverdienten Ausgleich. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Glück für Premnitz das ein Freistoß der Gastgeber am Pfosten landete. Im Gegenzug stand Briese plötzlich fei vor dem Tor, war dann aber zu überrascht von der sich plötzlich bietenden Möglichkeit. Diese Schlußphase war aber auch geprägt von einer enormen Hektik die aus dem Lager der Gastgeber ins Spiel gebracht wurde. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wurden die nicht immer glücklichen aber jederzeit zu vertretenden Entscheidungen des Schiedsrichters lautstark bezweifelt. Nach dem Schlußpfiff schien die Situation beim Abgang dann gänzlich zu Eskalieren. Das Schiedsrichterkollektiv hatte große Probleme auf dem Weg in die Kabine. Von aufgebrachten Zuschauern und Betreuern wurde das Trio regelrecht bedroht. Leider ein unrühmlicher Schlußpunkt unter einer urchschnittlichen Landesligapartie mit einem für den Gastgeber schmeichelhaften Remis.