TSV Chemie Premnitz - VfL Nauen 3 : 0  ( 2 : 0 ) 

TSV Chemie Premnitz: Selle,Björn - Baetz,Matthias; Ecke,Stefan; Fingerhut,Jens; Jurk,Alexander; Liebner,Marcel (ab 46. Henke,Ronny); Ohle,Christian; Schmeling,Steven - Lucke,Steve - Löbel,Oliver; Rades,Robert (ab 46. Berner,Jan)

VfL Nauen: Lorenzki,Dirk - Schäfer,Peter; Wiederhold,Björn - Hoffmann,Björn; Krone,Mathias; Pfitzer,Dennis; Schönnebeck,Jan; Zion,Sebastian - Gröger,Silvio (ab 26. Murawski,Steffen); Hoffmann,Tim; Kaczmarek,Marco (ab 70. Waack,Christian)

Tore: 1:0 Rades,Robert (11.); 2:0 Rades,Robert (38.); 3:0 Rades,Robert (63.)

Zuschauer: 33

Schiedsrichter: Steffen Hauk (Neuruppin)

Gelbe Karten: - / -

Am viertletzten der Landesliga-Saison empfing der TSV Chemie Premnitz zum Havellandderby den VfL Nauen. Ein Blick auf die Tabelle machte deutlich, welche Brisanz in diesem Spiel lag. Mit der Konkurrenz im Nacken war der TSV Chemie Premnitz im Hinblick auf den Klassenerhalt zum punkten verurteilt. Die Vorzeichen waren für die Chemiker äußerst ungünstig. Neben dem verletzten Wienmeister, standen mit Kather (fünfte Gelbe) und Kersten zwei weitere potentielle Stammkräfte nicht zur Verfügung. Nauen kam mit der Empfehlung nach Premnitz, am letzten Spieltag ausgerechnet mit Motor Eberswalde II den Gegner klar mit 4:1 bezwungen zu haben, gegen den der TSV Chemie vor 14 Tagen chancenlos blieb. Trainer Heino Rügen schien seine Elf mit dem "Babysturm" Rades und Liebner, beides noch A - Junioren, an der Ehre gepackt zu haben. Denn nicht die favorisierten Nauener machten auf dem Rasen im Stadion der Chemiearbeiter die Musik, sondern der TSV. Mit viel Selbstbewusstsein und einer gehörigen Portion Kampfgeist kauften die Premnitzer den technisch beschlagenen VfL-Spielern schnell den Schneid ab. So waren Torjäger Gröger bei Lucke, Spielmacher Schönnebeck bei Ohle und der pfeilschnelle Hoffmann bei Ecke jederzeit gut aufgehoben. Chemie bestimmte die Szenerie und stürzte den VfL von einer Verlegenheit in die andere. Bereits nach elf Spielminuten brachte Rades den TSV nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Hochwichtig das 2:0 in der 38. Minute. Erneut hieß der Torschütze Rades, der an diesem Tag von der VfL-Hintermannschaft einfach nicht zu binden. Nach einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld schloss Rades den Konter erfolgreich ab. Mit diesem 2:0 zur Pause war der Gast noch gut bedient. So scheiterte Kapitän Lucke an der Querlatte. Wer nach der Pause ein Aufbäumen des VfL Nauen erwartete, wurde enttäuscht. Chemie ließ auch hier zu keiner Zeit etwas anbrennen. Bezeichnend, dass Nauen über die gesamte Spielzeit hinweg keine nennenswerte Chance zu verzeichnen hatte. Für die endgültige Entscheidung sorgte erneut Rades. Er luchste Libero Wiederhold im Strafraum den Ball ab, ließ Lorenzki im Tor der Gäste keine Chance und vollendete zum 3:0-Endstand. Nauen, das in diesem Spiel alles vermissen ließ, kann sich bei seinem Torwart Lorenzki bedanken, der in mehreren Szenen weitere Gegentore und somit eine noch deutlichere Niederlage verhinderte. So fiel auch der Kommentar der Trainer nach dem Spiel recht gegensätzlich aus. Heino Rügen sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und zeigte sich von der Leistung seiner Mannschaft beeindruckt. "Jeder in der Mannschaft wusste, worum es heute ging." Gästetrainer Luck sprach am Ende von der schlechtesten Saisonleistung seiner Mannschaft und war vor allem von den älteren, erfahrenen Spielern enttäuscht. sk