TSV Chemie Premnitz-FK Hansa Wittstock 2:1 (1:1)

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25. Spieltag - Samstag, 26.04.2008 - 15:00

TSV Chemie Premnitz - FK Hansa Wittstock 1919 2:1 (1:1)

TSV Chemie Premnitz: Mario Rotter, Guido Block, Sebastian Kaiser, Daniel Huxdorf, Marian Krause, Konstantin Gäde, Christian Ohle, Björn Stuhlmacher, Sebastian Kremp, Marcel Liebner (70. Mike Melzer), Robert Rades (14. Paul Peter)

FK Hansa Wittstock 1919: Manfred Bloch, Christopher Haak, Mathias Thon, Jens Trostmann, Stefan Best, Oliver Drott, Tino Müller (46. Patrick Gerlach), Jochen Meier, Silvio Braun (46. Matthias Riemann), Oliver Gießel, Stefan Wolter

Tore: 1:0 Marcel Liebner (21.); 1:1 Jochen Meier (41.); 2:1 Paul Peter (55.)

Schiedsrichter: Michael Path (Perleberg)

Zuschauer: 97

Glücklicher Sieg !

 

Einen knappen und etwas glücklichen 2:1 Sieg fuhren die Premnitzer am Samstagnachmittag gegen Hansa Wittstock ein.Chemie ging mit großen Besetzungsproblemen ins Spiel. Neben Kersten, fehlten Briese, Posorski. Ein weiterer Stammspieler gesellte sich nach wenigen Minuten dazu. Nach einem normalen Zweikampf ging Rades zu Boden, fiel so unglücklich auf den Ellenbogen, dass er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Die Diagnose sorgte für weitere Ernüchterung. Eine Fraktur des Ellenbogens wird Rades für den Rest der Saison ausfallen lassen.Der verbliebene Rest, mühte sich dann auch nach Kräften um einen biederen Gegner in Verlegenheit zu bringen. Das gelang den Gastgebern eher selten. Irgendwie war der Wurm drin bei den Chemikern. Der beste Spieler auf dem Platz ,Oliver Gießel aus Wittstock war vom früh angeschlagenen Huxdorff kaum zu bremsen. Trotzdem gelang dem TSV Chemie in der 24. min. das 1:0 durch Liebner. Nach dem Tor brach die stärkste Phase des TSV an. Krause hatte nach einem Liebnereckball mit einem Kopfball Pech. Wenig später strich ein Schuß von Stuhlmacher nach einem Konter nur ganz knapp am Gehäuse der Hanseaten vorbei. Der Ausgleich für Hansa Wittstock war dann schon etwas überraschend. Gießel überlief Huxdorff auf der Grundlinie, passte nach Innen wo Meier ohne Mühe vollenden konnte.Auch nach der Pause fand die junge Premnitzer Mannschaft nicht ins Spiel. Mit einem herrlichen Treffer von Peter, gingen die Platzherren erneut in der 55.min. erneut Führung. Wer nun dachte das dieses Tor Ruhe in das Chemiespiel bringen würde, sollte sich täuschen.Glück für den TSV nach 70. min. als Rotter mit einer großartigen Parade den Ball aus der Ecke kratzte. In den Schlußminuten warfen die Gäste alles nach vorn. Gießel traf 5 Minuten vor dem Abpfiff nur den Pfosten. Praktisch im Gegenzug vergab Gäde eine sogenannte 100 % Chance als er unbedrängt ebenfalls nur den Pfosten traf. Als Schiedsrichter Path die Partie schließlich Abpfiff, war die Freude bei den Chemikern groß. Immerhin konnte man den Rückstand auf Tabellenführer BSC Süd 05 Brandenburg II auf einen Zähler verkürzen.Bereits am Mittwoch geht es für den TSV Chemie weiter. Um 18.00 Uhr steht dann das schwere Nachholspiel gegen Eintracht Alt Ruppin auf dem Programm.

Peter Kaiser

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Vor dem Spiel wären die ersatzgeschwächten Hanseaten mit einer knappen Niederlage beim Premnitzer Favoriten zufrieden gewesen. „Doch wir waren die bessere Elf, Premnitz hatte das sprichwörtliche Bayern-Dusel“, so Hansa-Betreuer Thomas Engel zur unglücklichen 1:2-Niederlage. Hansa, mit dem 50-jährigen Manfred Bloch im Tor und einigen personell bedingten Umstellungen, erwartete einen Premnitzer Sturmlauf. Doch vom Gastgeber kam nichts, so wurde es ein verteiltes Spiel ohne Chancen. Erst als der Schiri-Assistent eine klare Abseitsstellung nicht anzeigte, ging Premnitz durch Liebner in Front. „Sogar die Premnitzer habe da nur mit dem Kopf geschüttelt“, so ein verärgerter Engel. Aber Hansa steckte den Rückschlag weg und erkennt: Hier ist was möglich. Oliver Gießel zerrte an den Ketten und als er seinem Gegenspieler entwischte, flankte er auf Jochen Meier (41.) und es hieß 1:1. „Ein toller Spielzug“, freute sich Engel. Auch nach der Pause war die viel gerühmten Premnitzer Offensive nicht zu sehen. Als dann aber bei einem langen Ball die Zuordnung nicht stimmte, knallte Peter den Ball unhaltbar ins Netz. „Der Ball war so lange unterwegs, da hätte ich mein Trikot wechseln können, aber keiner von uns geht zum Ball“, schnaubte Engel. Danach war es ein einziger Wittstocker Sturmlauf. Die Gäste hatten beste Chancen, zweimal rettete der Pfosten, zweimal klärten Premnitzer auf der Linie und die Auswärtsniederlage war perfekt. „So schlimm kann Fußball sein, mindestens einen Punkt hatten wir verdient“, haderte Engel mit dem Fußball-Gott. rom