SV Eintracht Alt Ruppin-TSV Chemie Premnitz 0:0

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24. Spieltag - Mittwoch, 30.04.2008 - 18:00

SV Eintracht Alt Ruppin - TSV Chemie Premnitz 0:0

SV Eintracht Alt Ruppin: Sebastian Schlieter, Dennis Kasiske, Mathias Seeger (46. Denny Kemnitz), Steven Wolter, Michael Woitella, Michael Seeger, Sebastian Stier (46. Sebastian Mießner), Johannes Erfurth, Ulf Jürck (46. Jan Bruchanski), Stefan Maske, Nico Neuaug

TSV Chemie Premnitz: Mario Rotter, Sebastian Kaiser, Marian Krause, Daniel Huxdorf, Guido Block, Konstantin Gäde, Christian Ohle, Sebastian Kremp (46. Thomas Rosenberg), Björn Stuhlmacher, Marcel Liebner, Sven Wienmeister (80. Olaf Krause)

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Christian Wendland (Zeestow)

Gelb/Rote Karte: Dennis Kasiske (90+1.) / -

Die Serie hält !/Chemie trennt sich von Alt Ruppin 0:0

 

Bekanntlich werden Tore im Fußball als das "Salz in der Suppe " bezeichnet. Trotzdem konnten sich die knapp 100 Besucher im Waldstadion Alt Ruppin am Freitagabend nicht beschweren. Was die Akteure im Nachholspiel der Landesklasse West zwischen der heimischen Eintracht und dem Gast aus Premnitz anboten war gute Fußballkost. Es war eines dieser 0:0 Spiele das von Beginn an von der Spannung lebte. Die Eintracht begann wie erwartet Druckvoll. Aber schon hier zeigte sich das es schwer es gegen die Premnitzer Hintermannschaft ein Tor zu erzielen. Ganze 5 Treffer mußte die Abwehr um Guido Block in der Rückrunde hinnehmen. Nachdem die Anfangsoffensive der Platzherren verpuffte, bis auf einen Schuß von Manske an den Außenpfosten passierte nichts gefährliches vor dem Tor von Mario Rotter, kamen die "Chemiker selbst zu einen gefälligen Angriffen. Nachdem Ausfall der Angreifer Robert Rades und Lars Posorski, entschied sich Trainer Schulz mit dem jungen Stuhlmacher für nur eine Spitze. Eben dieser Stuhlmacher hatte in der 32. min. eine sehr gute Gelegenheit als er nach einem Liebnerfreistoß urplötzlich frei vor dem Eintrachtgehäuse auftauchte und nur knapp verfehlte.Chemie hatte das Spiel nun gut im Griff. Auf dem sehr schlechten Platz waren flüssige Ballpassagen kaum möglich. Trotzdem lief der Ball stellenweise sehr gepflegt in den Reihen der Grün Weißen. Sven Wienmeister, er erhöhrte die Hilferufe der Premnitzer Verantwortlichen und half mal wieder aus, war im Mittelfeld ständiger Antreiber.

Wer erwartet hatte das die Gastgeber nach der Pause noch einmal mit aller Macht versuchen das Premnitzer Tor unter Druck zu setzen , wurde enttäuscht. Chemie blieb seiner Linie treu aus einer gut stehende Abwehr auf seine Möglichkeiten zu warten. Diese kamen dann auch. So klatschte ein Freistoß von Sven Wienmeister an die Latte, Torwart Schlieter wäre hier wohl Machtlos gewesen.Wenig später erkannte der prima spielende TSV Kapitän Christian Ohle eine Situaion zu spät. Nach einem langen Abschlag von Mario Rotter, bis in den gegnerischen Strafraum, ließ der junge Eintrachtschlußmann das Leder über sich springen. Wäre Ohle durchgelaufen hätte er diesen Ball mit Sicherheit erreicht. Dann aber brach die stärkste Phase des Eintracht an. Den jungen Außenverteidigern des TSV Daniel Huxdorff und Marian Krause schienen die Kräfte zu schwinden, so das sie einige male ins Hintertreffen gerieten. Hier aber zeigte sich erneut die Klasse von Mario Rotter im Tor der Premnitzer , der in den ein , zwei brenzlichen Situationen bravorös Abwehren konnte. Um wieder die nötige Ruhe in die Hintermannschaft zu bringen, kam mit Olaf Krause ein weiterer Spieler der Premnitzer AH zum Einsatz. Ein Novum das in der Chemieelf Papa und Sohn für den TSV auf dem Platz standen. Der Wechsel machte sich bezahlt, denn nun stand man wieder geordnet. Zuvor kam Thomas Rosenberg für den angeschlagenen Sebastian Kremp. Das es am Ende nicht zum Sieg reichte, war der schlechten Chancenverwertung zu zusprechen. Denn zweimal hatten die Premnitzer den Siegtreffer auf dem Fuß bzw. Kopf. Jeweils war der sehr agile Marcel Liebner Vorbereiter für Björn Stuhlmacher und Daniel Huxdorff. Erst schob Stuhlmacher frei vor dem Gehäuse den Ball vorbei und nur wenig später hätte Huxdorff den Ball im Netz unterbringen müssen als er aus Nahdistanz völlig frei zum Kopfball kam und verzog.So blieb es am Ende beim 0:0 Remis. Chemie Premnitz blieb damit im 13 Spiel in Folge ohne Niederlage. Durch den Punktgewinn hat der TSV zumindest nach Punkten auf Spitzenreiter Süd 05 Brandenburg II gleichgezogen.Am Samstag steht der TSV Cemie Premnitz vor der nächsten schweren Aufgabe. Gast im Stadion der Chemiearbeiter ist Einheit Perleberg. Trotz der sehr angespannten personellen Lage, wird die Mannschaft um Trainer Schulz mit Sicherheit alles daran setzen sich für die 3:1 Hinspielniederlage zu revanchieren.

 

Peter Kaiser

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„Wir haben unser Ziel nicht erreicht, wir wollten gewinnen und den Aufstiegskampf noch einmal spannend machen“, so Eintracht-Trainer Frank Neumann nach dem Spiel. Doch er klang nicht enttäuscht, denn sein Team zeigte gegenüber der Auswärtspleite in Wachow eine engagierte Leistung. Vor allem in den letzten 20 Minuten hatte die Eintracht mehrfach gute Gelegenheiten das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Premnitz für sich zu entscheiden.In der ersten Halbzeit dominierten klar beide Abwehrreihen, es gab kaum eine echte Torchance. Nur einmal knallte der Ball an den Pfosten, als Stefan Maske abgezogen hatte. Aber es war kein langweiliges Spiel, beide Teams waren sehr bemüht, neutralisierten sich jedoch mit viel Einsatz im Mittelfeld.Die zweite Halbzeit begann ähnlich, erst ein Latten-Freistoß von Premnitz (50.) löste die Fessel. Die Gäste hatten zwar jetzt mehr Spielanteile, doch Alt Ruppin wirkte mit Konterattacken gefährlicher. Vor allem in der letzten halben Stunde entwischte Maske mehrfach seinem Bewacher, doch seine Eingaben fanden keinen Abnehmer. Als die Gästeabwehr patzte, hatte Nico Neuaug (75.) die große Chance zum Tor, er scheiterte am glänzend reagierenden Gästetorwart. Bei Kopfbällen von Mathias Seeger (77., 79.) brauchte der nicht eingreifen, die sausten vorbei. Da auch ein Kopfball von Maske nicht traf und sich auf der Gegenseite ein Alt Ruppiner noch in einen Torschuss warf, blieb es beim 0:0. „Das Remis hilft uns nicht, doch mit der Leistung insgesamt bin ich zufrieden“, so Neumann.

Roland Möller