6. Spieltag - Samstag, 06.10.2007 - 14:00

SG Eintracht Friesack - TSV Chemie Premnitz 1:1 (1:1)

SG Eintracht Friesack: Valentin Franklyn, Thomas Gottschalk, Sven Budig, Christof Müller, Sven Nolle, Matthias Meinecke, Michael Uden, Roberto Meinecke, Jens Deparade, Rene Schneider (63. Patrick Hofmann), John Roeder

TSV Chemie Premnitz: Mario Rotter, Marian Krause, Daniel Huxdorf, Christian Peter, Dirk Reinefeld, Sebastian Kaiser, Robert Fischer, Dirk Briese, Norman Söchting, Robert Rades, Björn Stuhlmacher (43. Marcel Zorr)

Tore: 1:0 Roberto Meinecke (28.); 1:1 Robert Rades (Foulelfmeter, 34.)

Schiedsrichter: Ronald Wille (Cumlosen)

Zuschauer: 95

Gelbe Karte: Jens Deparade / Björn Stuhlmacher, Dirk Reinefeld, Marian Krause (2.)

Chemie erkämpft sich einen Punkt !

Erneut mußte Trainer Schulz seine Mannschaft nach den kurzfristigen Ausfällen von Liebner und Posorski auf einigen Positionen umbauen. Mit Reinefeldt und Fischer stellten sich zwei Routeniers zur Verfügung, die der Mannschaft dann im Spielverlauf den nötigen Rückhalt gaben.In einer kampfbetonten Partie , brauchten beide Mannschaften eine geraume Zeit um in die Partie zu finden. Nach gut einer viertel Stunde Spielzeit fand der Gast immer besser ins Spiel und hatten optische Vorteile. Praktisch aus dem Nichts die Führung für die Eintracht. Der einzigste Fehler von Manndecker Krause, der ansonsten seinen Gegenspieler M. Meinecke völlig abmeldete, führte zum 1:0 durch R. Meinecke. Chemie zeigte sich vom Gegentor wenig beeindruckt und versuchte weiter nach vorn zu spielen. Nur 5 Minuten nach dem Gegentor setzte sich Rades resolut durch und konnte nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der gefoulte Spieler selbst zum verdienten 1:1. Das der TSV zur Zeit das Pech an den Hacken hat, verdeutlicht das mit Stuhlmacher eine weiterer Akteur kurz vor der Pause verletzt vom Platz mußte. Für ihn kam der junge Zorr in die Partie. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV die aktivere Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten. Man gab sich nie mit der Punkteteilung zufrieden und hatte im Abschluß noch zweimal Pech. Erst ging ein Schuß von Rades an den Pfosten und kurz vor dem Abpfiff der Partie, traf Fischer mit einem schönen Schuß nur die Latte.So blieb es am Ende beim für die Gastgeber schmeichelhaften 1:1 Remis.

Peter Kaiser

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Mit Unentschieden zur Tabellenführung

Etwas überraschend steht die Friesacker Eintracht nach dem 6. Spieltag an der Tabellenspitze der Landesklasse/West. Da die zweite Vertretung des Brandenburger SC Süd am Samstag gegen Kyritz patzte und in Brandenburg mit 4 : 5 verlor, genügte den Fliederstädter an diesem Wochenende auf eigenem Platz ein Unentschieden gegen den TSV Chemie Premnitz um die Tabellenführung zu übernehmen. In einer umkämpften Partie auf nur mäßigem Landesklassenniveau erzielten beide Mannschaften jeweils nur ein Tor und mussten sich so mit nur einem Punkt auf der Habenseite begnügen. Dabei trafen in Friesack zwei Mannschaften aufeinander, denen die Besetzungssorgen deutlich anzumerken war. Mit dem Ausfall von Fredrich, M. Müller, Klebe und Bialoscek fehlten der Eintracht gleich vier Stammkräfte, wodurch - angesichts des kleinen Kaders - das spielerische Element deutlich zu kurz kam. Premnitz dagegen hätte aus seiner Verletztenliste eine eigene Mannschaft aufbieten können. So entwickelte sich ein Spiel mit nur wenigen Torchancen, in welchem die Abwehrreihen dominierten und beide Mannschaften viel mit langen Bällen operierten. Bereits in der Anfangsminute hatte Mathias Meinecke den Friesacker Führungstreffer auf dem Fuß, doch die Ablage von Renè Schneider schoss er über das Tor. In den nächsten 20 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften bereits zwischen den Strafräumen, das Spiel wirkte auf beiden Seiten zerfahren und wenig konstruktiv. In der 21. Spielminute hätte Mathias Meinecke nach dem ersten schönen Spielzug der Friesacker, die Eintracht in Führung bringen müssen. Doch sein Kopfball nach Flanke von Sven Nolle war zu unplatziert. Premnitz antwortete seinerseits mit einer guten Schussmöglichkeit von Robert Rades (25.) ans Außennetz. Ein Fehler in der Premnitzer Hintermannschaft ermöglichte dann die Friesacker Führung. Eine zu kurze Kopfballabwehr landete genau bei Mathias Meinecke, der im Strafraum uneigennützig auf seinen Bruder Roberto ablegte, der dann in der 28. Spielminute zum 1 : 0 einschob.

Fünf Minuten später war es Robert Rades, der in einen verunglückten Rückpass der Friesacker Hintermannschaft spritzte und mit dem Ball in den Strafraum zog, wo er nur regelwidrig am Torschuss gehindert werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte Spieler selbst zum 1 : 1- Halbzeitstand, der letztlich auch den Endstand bedeutete. In der zweiten Hälfte passierte nicht mehr viel. Friesack verkrampfte immer mehr und Premnitz erzielte ein leichtes spielerisches Übergewicht, konnte dies aber nicht in Tore ummünzen. Einen Schuss in der 58. Spielminute konnte Keeper Valentin Franklyn nur mit letztem Einsatz an den Pfosten lenken. Ein verunglückter Flankenversuch von Robert Fischer strich in der 87. Spielminute knapp am Tor vorbei und in der Nachspielzeit setzte Rades noch einen Schuss neben das Friesacker Gehäuse. Auf Friesacker Seite avancierte der zur Halbzeit eingewechselte Gordon Hohmann zum gefährlichsten Spieler. In seinem erst zweiten Einsatz für die Landesklassenelf hatte er die große Möglichkeit den Siegtreffer zu erzielen. Prüfte er in der 77. Spielminute noch mit einem Distanzschuss Torwart Rotter, so war dieser nur drei Minuten später bereits geschlagen, doch der sehenswerte Flugkopfball von Homann nach Flanke von Sven Nolle ging knapp über das Tor.

mh