Home

2.Chemie Premnitz - Schönwalder SV 2013/2014

Auftakt verschlafen

Der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung am Samstag im Stadion der Chemiearbeiter geschafft, da lag der Ball schon im Gehäuse der Premnitzer. Letztlich verloren engagiert spielende Chemiker unglücklich Ihren Heimspielauftakt gegen den Schönwalder SV.

 --> Bilder

Schönwalde setzte die Hintermannschaft des TSV sofort unter Druck und konnte den Ball tief in der Premnitzer Hälfte erkämpfen. Sanel Begzadic bekam den Ball an der Strafraumgrenze und konnte mit einem sehenswerten Schuss in den Torwinkel die Gästeführung erzielen (1.). Doch der TSV zeigte sich wenig geschockt und agierte auf Augenhöhe. Nach einer Flanke von David Paege bekam Sebastian Krumbholz nicht genügend Druck hinter seinen Schuss. Auf der anderen Seite war es wieder Begzadic, der einen Freistoß knapp am Tor vorbei jagte. Glück hatte Chemie wenig später als zunächst Malte Borchert an Felix Baitz scheiterte und kurz darauf Martin Schönhoff allein Richtung Tor unterwegs war. Auch er fand seinen Meister in Baitz. Chemie spielte allerdings munter mit und nach einer Flanke von Krumbholz stand Christian Freidank völlig frei. Sein Flugkopfball ging äußerst knapp am Pfosten vorbei (32.). Der TSV stand in dieser Phase jetzt besser in die Partie und ließ die Osthavelländer kaum zur Entfaltung kommen. Mit dem knappen 0:1-Rückstand ging es in die Pause.

Verletzungsbedingt musste Premnitz in dieser wechseln. Für Freidank kam Lapin in die Partie. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld und Torraumszenen blieben Mangelware. Erst nach einer Paege-Ecke konnte Krumbholz einen Schuss auf’s Tor bringen, der allerdings gehalten wurde. Kurz danach gab es eine strittige Szene, als Daniel Huxdorff eine Freistoßflanke verlängerte und der Ball im Tor lag. Der schwach pfeifende Schiedsrichter hatte aber ein Stürmerfoul von Huxdorff gesehen (63.). Danach war Schönwalde permanent über Konter gefährlich, konnte aber keine Situation ordentlich zu Ende spielen. Lediglich einmal musste Baitz einen langen Ball klären. Schon in der Schlussphase brachte Martin Otto einen Freistoß nach innen, Huxdorff stand völlig frei köpfte aber ganz knapp drüber. Im Gegenzug war Schönhoff Marian Krause entwischt, welcher sich nur mit einer Notbremse zu helfen wusste. Logische Konsequenz war der Platzverweis für Krause und eine gute Freistoßmöglichkeit (85.). Purrmann nahm Maß, aber Baitz konnte aufmerksam klären. Jetzt warf der TSV alles nach vorne. Otto scheiterte mit einem Freistoß-Hammer an Junghans und auch Stuhlmachers Schuss fand nicht sein Ziel. Danach war Schluss und der TSV hatte es nicht geschafft sich für eine engagierte Leistung zu belohnen. „Wir waren heute dicht dran an einem Punktgewinn, doch dafür müssen wir die Tore auch einfach mal erzwingen. Über die Leistung des Schiedsrichters möchte ich mich heute lieber nicht äußern“, fand Olaf Krause klare Worte. Der TSV steht jetzt schon gehörig unter Druck, wenn die Reise in der nächsten Woche zum Aufsteiger vom FSV Bernau geht.

Premnitz : Baitz, Huxdorff, Kaiser, Krause ( 85. Rot), Freidank (46. Lapin), Zorr, Gäde, Neudorf (75. Otto), Stuhlmacher, Paege (70. Zimmermann), Krumbholz

 

 

 

 

 

Vorbericht

Topfavorit kommt zum Havelland-Derby

Den Fehlstart vermeiden heißt das Ziel bei Chemie Premnitz, wenn es am Wochenende zum Spiel gegen den Schönwalder SV kommt. Das dieses Unterfangen nicht leicht wird ist den Verantwortlichen des TSV aber bewusst.

Nach Platz drei plant man im Osthavelland nun den Angriff auf die Spitze und den damit verbundenen Aufstieg in die Brandenburgliga. Dafür hat Trainer Mario Berg seinen Kader nochmals namhaft verstärkt. So kamen Spieler, die alle bereits höherklassig Erfahrungen sammeln konnten. Unter Ihnen ist mit Sanel Begzadic der Bruder von Optiks Torwart Selvedin Begzadic. Welche Qualität er hat, deutete sich schon im ersten Spiel gegen Hansa Wittstock an, in dem Ihm ein Doppelpack gelang. Dennoch reichte es nur zu einem 2:2 gegen starke Hanseaten. Ohnehin sind die Schönwalder für den TSV ein unangenehmer Gegner. Die Bilanz spricht dabei gegen die Chemiker, bei fünf Niederlagen gelangen nur zwei eigene Siege und einmal wurden die Punkte geteilt. In der letzten Saison ging Schönwalde in beiden Spielen als Sieger vom Platz.

Im ersten Heimspiel erwartet Trainer Olaf Krause eine ebenso diszipliniert arbeitende Leistung von seiner Mannschaft wie in den ersten 45 Minuten im Velten-Spiel. „Wir müssen zusehen, dass wir konstant über 90 Minuten unsere Leistung auf den Platz bekommen“, so der Trainer. Sein Debut für den TSV wird dabei Sebastian Krumbholz geben, der seine Sperre aus der letzten Saison abgesessen hat. Ebenso kehrt Denis Lapin in den Kader der Premnitzer zurück. Fehlen wird ein letztes Mal Marco Lindemann. Dazu steht hinter Sebastian Kremp ein dickes Fragezeichen, er klagt wieder über Schmerzen im Sprunggelenk. Nichts desto trotz hat Trainer Krause genug Alternativen im Kader, um variabel reagieren zu können.

Geleitet wird das Havelland-Derby von Sebastian Werner aus Rheinsberg. Er wird das Spiel im Stadion der Chemiearbeiter um 15:00 Uhr anpfeifen.

 zur Saisonübersicht