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8.Chemie Premnitz - Templin 2013/2014

Jokertor führt TSV zum Sieg

Eine verrückte Partie sahen am Wochenende die Zuschauer im Stadion der Chemiearbeiter. Nach einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel setzte sich der TSV Chemie Premnitz mit 4:3 gegen den SC Victoria Templin durch. ---->>> BILDER

 

Es war von Beginn an ein sehr hohes Tempo, welches beide Mannschaften vorlegten. Paege und Lindemann hatten in der Anfangsphase auch gleich zwei Möglichkeiten für den TSV. Auf der anderen Seite setzte Schauseil seinen Kopfball nur knapp über den Querbalken. Chemie war danach wieder an der Reihe, erst Krumbholz und dann Stuhlmacher ließen ihre Chancen aber liegen. Wenig später wurde der agile Krumbholz im Strafraum von den Beinen geholt. Den folgenden Strafstoß verwandelte Stuhlmacher (30.). Doch praktisch im Gegenzug konnten die Gäste ausgleichen. Nach einer Flanke stand Steinbrecher frei und ließ Baitz im TSV-Kasten keine Chance (31.). Aber Premnitz riss jetzt das Spiel an sich. Erst setzte Lindemann einen Kopfball hauchdünn daneben, dann ließ Krumbholz die halbe Gästeabwehr stehen, scheiterte aber am Gästetorwart. Kurze Zeit später fiel dann das fällige 2:1. Einen abgewehrten Eckball konnte Gäde aus der Distanz sehenswert vollenden (41.). Wieder nur wenig später hatte Huxdorf mit einem Kopfball die Möglichkeit zu erhöhen. So ging es mit der knappen Führung in die Halbzeit.

Aus der Halbzeit kam zunächst auch der TSV besser. Huxdorf war wieder mit einem Kopfball gefährlich. Im nächsten Angriff tauchte Gäde allein vor dem Gästetor auf, verzog aber knapp. Aber in dieser Druckphase sollte dann noch das Tor für Premnitz fallen. Zimmermann wurde im Strafraum gelegt und Stuhlmacher verwandelte seinen zweiten Elfmeter zur 3:1-Führung (56.). Doch der TSV schaffte es wieder nicht nach einem eigenen Tor Ruhe in die Partie zu bringen. Nach einem zu kurzen Befreiungsschlag von Freidank konterten die Victorianer schnell. Fink stand frei und konnte verkürzen (59.). Die Uckermärker wurden jetzt immer stärker und schnürten die Chemiker phasenweisen hinten ein. Große Chancen waren zunächst aber Mangelware. Bis zur 75. Minute, als ein schön vorgetragener Angriff bei Schauseil landete und dieser sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen ließ. Das Spiel drohte vollends zu kippen, denn Templin machte weiter Druck. Der TSV hielt mit Kampf dagegen und sollte noch zu seiner Möglichkeit kommen. Freidank setzte einen langen Sprint über außen an und bediente den freistehenden Otto mustergültig. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und traf kurz vor Schluss zum 4:3-Endstand für Premnitz. „Wir haben heute eine große Moral bewiesen. Nach dem Rückschlag mit den zwei Toren zum Ausgleich ist meine Mannschaft wieder aufgestanden und hat dadurch vielleicht etwas glücklich, aber nicht unverdient gewonnen“, sagte Olaf Krause nach der Partie. Premnitz hat sich damit ins Mittelfeld geschoben und fährt in zwei Wochen zum Tabellenführer aus Schwedt.

Premnitz : Baitz, Freidank, Neudorf ( 7. Kremp), Krause, Lindemann (46. Zimmermann), Zorr, Gäde, Huxdorf, Paege, Krumbholz ( 77. Otto), Stuhlmacher

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Chemie vor wegweisender Partie

An Victoria Templin haben die Fußballer des TSV Chemie Premnitz sehr gute Erinnerungen. Mit dem 3:1-Auswärtserfolg gegen diesen Gegner, Mitte Mai, konnte der TSV eine Serie von vier Siegen hintereinander starten, die letztlich am letzten Spieltag mit einem 2:1-Erfolg gegen jene Templiner im Klassenerhalt gipfelte

Die Uckermärker kommen als derzeit Sechster ins Stadion der Chemiearbeiter. Aus sieben Spielen stehen dabei zehn Punkte zu buche. Zuletzt konnte die, von Dirk Warsany trainierte, Mannschaft einen Pausenrückstand noch drehen und den FK Hansa Wittstock mit 3:1 bezwingen. Größte Stärke der Mannschaft ist die Unberechenbarkeit, für die bisher zwölf erzielten Treffer zeichnen sich gleich sieben unterschiedliche Torschützen verantwortlich.

Bei Chemie war man nach der knappen 1:2-Niederlage in Teltow etwas ernüchtert. Spielerisch konnte die Mannschaft mithalten und war sehr dicht am angestrebten Punktgewinn vorbeigeschrammt. Dennoch lässt sich auf die gezeigte Leistung aufbauen. „Wir haben es in den nächsten fünf Partien mit vier direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu tun, dort müssen dementsprechend die Zähler eingefahren werden“, blickt Olaf Krause auf wichtige Wochen voraus. Nicht mit dabei helfen kann vorerst Sebastian Kaiser, der eine mehrwöchige Rot-Sperre absitzen muss. Auch Zorr wird gesundheitsbedingt auf unbestimmte Zeit ausfallen. Wieder mit dabei sind hingegen Otto und Huxdorf, die noch in Teltow gefehlt haben.

Bedanken möchte sich die Mannschaft beim Fuhrunternehmen Riccardo Lüde, dass neue Shirts und Pullover zum Warmmachen bereit gestellt hat.

Als Schiedsrichter wird am Sonnabend Stefan Hübner aus Potsdam agieren. Er wird die Partie im Stadion der Chemiearbeiter bereits um 14 Uhr freigeben.

 

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