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17.Schönwalde - Chemie Premnitz 2013/2014

Kremp und Krumbholz machen den Unterschied

Die Fußballer von Chemie Premnitz haben den Bock beim Schönwalder SV umgestoßen und nicht nur ihr erstes Tor bei den Randberlinern erzielt, sondern auch völlig verdient die Punkte mit ins Westhavelland genommen.

Der TSV spielte von Beginn an wie aus einem Guss und dominierte die Partie. Bereits nach wenigen Minuten war es Sebastian Kremp, der mit einem Distanzschuss das Tor nur knapp verfehlte.  Wenig später wurde Sebastian Krumbholz auf seinem Weg zum Tor von SSV-Torwart Strehk von den Beinen geholt. Der fällige Pfiff blieb aber aus.

 

 

Nach 17 Minuten war es Daniel Pfefferkorn, der nach einem Freistoß freistand, aber zu hoch zielte. Doch wenig später war es dann soweit. Marco Lindemann bediente, den an diesem Tag besten Premnitzer, Sebastian Kremp der sich die bietende Chance nicht entgehen ließ und trocken zur Führung einschoss (24.). Premnitz blieb am Drücker, machte aus den optischen Vorteilen zunächst aber wenig. Auf der Gegenseite war es Torsten Busse, der klar am TSV-Gehäuse vorbei schoss. Kurz vor der Halbzeit bediente Marcel Zorr Krumbholz, der allein vor dem Tor der Gastgeber stand und auf 2:0 erhöhte (38.). Schönwalde kam noch zu einer Halbchance durch Toni Börner, dessen Kopfball am Tor vorbei flog. Danach ging es in die Halbzeitpause.

Aus der Kabine kam Chemie mit großem Schwung. Nach einer Ecke war es wieder Kremp, der von der Strafraumgrenze abzog und den Ball unhaltbar unter der Latte versenkte (50.).  Nur zwei Minuten später stand Krumbholz nach einer Kombination frei und schob überlegt zum 4:0 ein. Im Gegenzug kam Schönwalde zu einer guten Möglichkeit, Vincent Lipp scheiterte freistehend an Torsteher Felix Baitz. Wenig später war es dann aber doch soweit. Sanel Begzadic traf sehenswert mit einem Freistoß aus 35 Metern. Danach verflachte die Partie. Premnitz tat nur noch das nötigste. Immer wenn der TSV anzog, brannte es lichterloh in der Hintermannschaft des SSV. Nach einem langen Ball legte Martin Otto aus Kremp ab, der zum 5:1 traf (64.). Wenig später setzte Krumbholz konsequent nach und erkämpfte den Ball. Er versetzte drei Gegenspieler und schob zum 6:1 ein (76.). Premnitz ließ keine weitere Möglichkeiten mehr zu. Insgesamt stand die Hintermannschaft des TSV sehr sicher und nahm die gefährlichen Schönwalder Stürmer komplett aus dem Spiel. „Das war heute die beste Partie von uns in dieser Saison.  Wir haben in jeder Phase der Partie den Gegner dominiert. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Insgesamt war das eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Chemie hat sich mit diesem Sieg auf Platz vier der Tabelle vorgeschoben. Zum nächsten Heimspiel empfängt Premnitz den FSV Bernau.

 

Premnitz: Baitz, Weser, Krause, Zorr, Lindemann, Kaiser, Kremp (82. Reitzenstein), Pfefferkorn, Lapin, Otto (75. Stuhlmacher), Krumbholz

Chemie vor hoher Auswärtshürde

Rein tabellarisch kann man bei der Partie Schönwalder SV gegen Chemie Premnitz von einem Spitzenspiel sprechen, trifft der aktuell Dritte auf den Fünften. Auf den zweiten Blick allerdings kann nur der Schönwalder SV sich als Spitzenteam bezeichnen, ist der Rückstand des TSV auf die Tabellenspitze viel zu groß.

Die Schützlinge von Trainer Mario Berg haben am ersten Rückrundenspieltag aber einen herben Dämpfer im Kampf um den Aufstieg erhalten. In letzter Minute verloren die Osthavelländer beim Abstiegskandidaten in Wittstock mit 1:2. Wiedergutmachung ist also angesagt und da kommt der Lieblingsgegner aus Premnitz gerade recht. Denn in Schönwalde hat Chemie noch nie gepunktet, geschweige denn ein Tor erzielt, das bittere Torverhältnis beträgt 0:17 bei vier Pflichtspielen. Und dann kommt noch eine Stärke des SSV hinzu, die nicht zu verachten ist. Mit 43 erzielten Treffern ist die Mannschaft die torhungrigste der ganzen Liga und gerade bei Heimspielen schlägt man besonders gern zu.

Ganz anders die Premnitzer, die vornehmlich über ihre starke Defensive den Erfolg suchen. Im bisherigen Saisonverlauf hat das auch ganz gut geklappt. Für das Spiel in Schönwalde bestehen aber noch einige Fragezeichen hinsichtlich der Aufstellung. Zwar kehren Marco Lindemann, Marcel Zorr und Emanuel Reitzenstein in den Kader zurück, dafür werden aber einige andere Akteure fehlen. Daniel Huxdorff erhielt gegen Velten seine fünfte Gelbe Karte und Konstantin Gäde verletzte sich am Oberschenkel. Christian Freidank und Sebastian Kremp sind krank und werden kaum zur Verfügung stehen. Dazu kommt, dass Jonathan Schmidt beim Training einen Schlag auf den Zeh bekam und über Schmerzen klagt. Wer also spielen kann, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel. „Wir fahren nach Schönwalde, um dort endlich den Bock umzustoßen und zu punkten. Aber wir haben dort nichts zu verlieren und können dort befreit aufspielen“, sieht Olaf Krause die Favoritenrolle klar an die Gastgeber verteilt.

Das Spiel findet am Sonnabend um 15 Uhr statt. Geleitet wird die Partie von Mike Schläger aus Wulkow.

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