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23. Templin - Chemie Premnitz 2013/2014

Zittersieg eingefahren

Nach einer couragierten Leistung hat der TSV Chemie Premnitz sich mit einem 1:0-Auswärtserfolg beim SC Victoria Templin belohnt. Dabei hatte der TSV gerade in der Schlussphase das nötige Glück, welches in den letzten Wochen etwas gefehlt hatte.
Chemie war mit einem Mini-Aufgebot nach Templin gereist. Marco Lindemann fiel durch eine Grippe aus, sodass Trainer Olaf Krause ebenfalls als Spieler für den Notfall im Aufgebot stand. 

Doch der TSV zeigte von Beginn an eine mutige Leistung und versuchte den Gegner weit vom eigenen Tor weg zu halten und selbst über geradliniges Spiel vor das Templiner Gehäuse zu kommen. Die erste Möglichkeit hatten aber die Gastgeber als Stefan Neumann einen Kopfball drüber setzte. Auf der Gegenseite war es der agile Sebastian Krumbholz, der nach seinem Alleingang knapp verzog. Wenig später gab es Freistoß für Premnitz an der Strafraumgrenze. Sebastian Kremp zimmerte den Ball allerdings nur an den Querbalken. 
Mit der nächsten Gelegenheit war es dann aber soweit. Einen langen Einwurf von Daniel Pfefferkorn leitete Krumbholz auf Björn Stuhlmacher weiter, der sich die Chance nicht entgehen ließ und trocken zur Führung traf (24). Auf der Gegenseite versuchte sich Phillip Schramm mit einem Distanzschuss den Felix Baitz aber halten konnte. Insgesamt fiel den Gastgebern nur wenig gegen die von Sascha Weser sehr gut organisierte Hintermannschaft der Premnitzer ein. Der TSV blieb gefährlich, Konstantin Gäde und Kremp verzogen bei ihren Möglichkeiten aber knapp. Auf der Gegenseite musste Baitz kurz vor der Pause einmal klären, als vor ihm gleich mehrere Templiner nicht richtig zum Ball kamen. Bis hierhin war die Führung des TSV aber absolut verdient.

Nach der Pause sollte sich dieses Bild aber komplett ändern. Zwar war es Gäde der mit seinem Pfostenschuss ein erstes Achtungszeichen setzte, aber die Uckermärker wurden zunehmend stärker. Marcel Steinbrecher stand nach einer Flanke frei und Premnitz konnte von Glück reden, dass dieser den Ball über das Tor jagte (52.). Pfefferkorn versuchte sich für den TSV aber verzog von der Strafraumkante. Danach folgte die stärkste Phase des SC Victoria, in der Torwart Baitz immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Erst hielt er stark gegen Stefan Neumann, um dann den Nachschuss von Steinbrecher ebenfalls zu vereiteln(59.). Wenig später war es Matthias Bock der knapp vorbei schoss. Wieder nur kurze Zeit später stand Neumann völlig frei, wurde aber noch geblockt. Nach der folgenden Ecke kam Jakob Michel zu einer Kopfballmöglichkeit, die den Ausgleich hätte bedeuten müssen. Aber auch er köpfte über das TSV-Tor. Im Gegenzug hatte Premnitz dann mal wieder eine nennenswerte Gelegenheit. Stuhlmacher stand nach einem schönen Konter frei, konnte seinen Kopfball aber nicht mehr genau platzieren. 

Danach schwächte Daniel Huxdorff seine Mannschaft mit einer unnötigen Gelb-Roten Karte innerhalb weniger Sekunden. Dadurch nahm der Druck der Templiner in der Schlussphase nochmals zu. Premnitz kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Den Anfang machte Alexander Grosch, dessen Freistoß knapp über das Tor flog. Wenig später traf Bock mit seinem Kopfball die Latte, Baitz wäre aber zur Stelle gewesen. Nach einer Ecke kam ein Kopfball auf des Premnitzer Gehäuse. Baitz konnte den Einschlag aber mit einer starken Parade verhindern (87.). Doch damit war immer noch nicht genug. Schon tief in der Nachspielzeit setzte Bock freistehend zum Seitfallzieher an, scheiterte aber wiederum am starken Baitz. Danach war dann zum endlich Schluss. „Wir haben heute sicherlich ein wenig glücklich gewonnen. Am Ende hat uns Templin regelrecht hinten eingeschnürt. Hervorheben aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung möchte ich heute einmal Felix Baitz, der uns in mehreren Situation vor dem Ausgleich bewahrt hat“, sagte Olaf Krause nach dem Spiel. Chemie empfängt in der nächsten Woche gegen den FC Schwedt.

Premnitz: Baitz, Weser, Krause, Huxdorff (G-R 76.), Kremp (74. Paege), Freidank, Lapin, Gäde, Stuhlmacher (90. Reitzenstein), Krumbholz, Pfefferkorn

 

 

 

Vorbericht

Duell auf Augenhöhe

Wenn die Landesligafußballer des TSV Chemie Premnitz auf den SC Victoria Templin treffen, ist für eines mit Sicherheit gesorgt – Unterhaltung. In den letzten Partien hatten dabei die Westhavelländer das bessere Ende für sich. Am liebsten wird man sich in Premnitz an das Spiel vom 15. Juni 2013 erinnern, mit einem knappen 2:1-Erfolg konnte der TSV damals den Klassenerhalt perfekt machen.

Doch die Vorzeichen haben sich geändert. Beide Mannschaften haben seit diesem Spiel eine sehr gute Entwicklung genommen und stehen im oberen Bereich der Tabelle. Der SC Victoria hat es entgegen seiner üblichen Gewohnheit geschafft eine ordentliche Hinrunde zu spielen und steht somit verdientermaßen auf dem vierten Tabellenrang. Dabei ist es vor allem die Auswärtsstärke, welche das Team vom Trainergespann Ulf Braun und Enrico Zierow in der Tabelle nach oben spülte. Zu Hause waren die Ergebnisse meist knapp und eher durchwachsen. Aber mit Marcel Steinbrecher und Matthias Bock verfügen die Uckermärker über ein starkes Sturmduo, dass auch im Hinspiel erfolgreich war.

Chemie konnte beim letzten Spiel gegen Tabellenführer Teltow zwar spielerisch und kämpferisch überzeugen, Punkte sprangen dabei allerdings nicht heraus. Umso wichtiger ist es nun für Trainer Olaf Krause in Templin zu punkten und die letzten schwachen Ergebnisse vergessen zu lassen. Doch das wird nicht leicht: „Templin ist eine Mannschaft die sich nie aufgibt und immer mit vollem Körpereinsatz zu Werke geht“, zeigt Krause großen Respekt. Personell hat sich die Lage etwas entspannt. Zwar ist für Sebastian Kaiser die Saison nach seiner Sprunggelenksverletzung gelaufen und auch Martin Otto wird gesperrt fehlen, jedoch kehren Björn Stuhlmacher und David Paege in den Kader zurück und bieten ich als Alternativen an. Marco Neudorf hat mit dem Lauftraining begonnen und dürfte in absehbarer Zeit auch wieder zur Verfügung stehen. Einzig hinter Marco Lindemann steht noch ein kleines Fragezeichen, plagt er sich derzeit mit einer Grippe herum. Nichts desto trotz dürfte ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen liegen.

Sandro Tochtenhagen wird die Partie im Stadion der Freundschaft am Sonnabend um 15 Uhr anpfeifn.

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